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Dietrich-von-Bern-Forum | Vereinsnachrichten
Vereinsnachrichten

„Hypothesen zum Verlauf römerzeitlicher Wege“

Auf diesen von Horst Braukmann verfassten Beitrag hat uns kürzlich unser Forum-Mitglied Reinhold A. Mainz aufmerksam gemacht. Braukmanns Aufsatz verdeutlicht insbesondere die Bedeutung des römischen Wege- und Lagernetzes nicht nur für den Bleibergbau im Briloner Raum und die Bleiverarbeitung im Hellweg-Lippe-Raum, z.B. in Soest-Ardey – insoweit im (späteren) „Hunaland“ der Thidrekssaga.

Auf unserer Netzseite „Arbeitsgruppen“ haben wir Braukmanns Aufsatz gelistet unter den Beiträgen der „Arbeitsgruppe Altwege“.

Wer sich über das in dieser Region gewonnene „Blei für Rom“ und die damit verbundene „politische Loyalität durch ökonomische Abhängigkeit“ weiter informieren möchte, der oder dem sei der unter diesem Titel erschienene Aufsatz von Werner Eck (Historisches Institut Alte Geschichte, Universität Köln, 2022) wärmstens empfohlen unter
https://www.researchgate.net/publication/364765654_Blei_fur_Rom_Politische_Loyalitat_durch_okonomische_Abhangigkeit.
15.02.2026  rb)

 
Römisch-„westfälischer“ Bleibarren.
Fundort: Römerlager Haltern am See, datiert um Christi Geburt.
Er trägt zwei Inschriften: CCIII steht für sein Gewicht von 203 römischen Pfund (umgerechnet rund 66 kg), gefolgt von L XIX für die 19. Legion, die unter Arminius in der Varusschlacht aufgerieben wurde.
Foto: Stefan Brentführer, LWL.
Bildfreigabe: CC BY NC SA 4.0.
 


Unsere Buchbesprechung, 1. Februar 2026



Mitgliederversammlung und Fachtagung
2025/2026

Freitag, 10. April bis  Sonntag,  12. April 2026

Tagungsstätte Haus des Jugendrotkreuzes
Heimstraße 22, 53902 Bad Münstereifel

E-Mail: hdj(at)drk-nordrhein(dot)de
Telefon: +49 2253 9232-0
Internet: https://www.haus-des-jrk.de/

Mehr über unsere Tagungsstätte: Homepage
 
Gäste sind nach Voranmeldung willkommen, keine Tagungsgebühr!

Motto: Reise ins Land der Niflungen

Unsere grundsätzlichen Veranstaltungsschwerpunkte zu den Vorträgen und Exkursionen – wiederum im „Eifel- und Neffelgau“ – werden sich auch diesmal um das komplexe Themenfeld „Niflungen  „und“  Nibelungen“ drehen.

Programm der Fachtagung


Samstag 11. April 2026
8:15-9:00 
Frühstück (Buffet)
9:00-9:15 
Edo Oostebrink: Begrüßung und einleitende Worte zum Ablauf der Tagung
9:15-9:45 
Edo Oostebrink: Mittelalterliche Gaue/Gaugrenzen im Zusammenhang mit der Thidrekssaga
9:45-10:30 
Rolf Badenhausen: »iverne« ist nicht Dietrichs Bern
10:30-10:45 
Kaffeepause
10:45-11:30 
Karl Weinand: Virnich und/oder Vernich, und die Bedeutung von Nievenheim für die Thidrekssaga
11:30-12:00 
Edo Oostebrink: Einführung zur Exkursion am Nachmittag
12:00-13:00 
Mittagessen-Buffet
ab 13:00 
Exkursion ins Land der Niflungen; Thidrekssaga-Orte in der Umgebung von Münstereifel mit Schwerpunkt Zülpich (Auswahl):
 
Burg Firmenich → Virnich → Enzen (röm. Sarkophage) → Römisches Museum Zülpich (ca. 15:00 Uhr) → Burgruine Groß-Vernich und/oder Burg Ringsheim
18:00-18:45 
Abendessen (Buffet)
 
 
 
Sonntag 12. April 2026
8:15-9:00 
Frühstück (Buffet)
9:00-9:45 
Reinhold A. Mainz: Die Ermordung des Bischofs Servatius – ein Überfall der Hunen auf Maastricht im 4. Jahrhundert
9:45-10:00 
Kaffeepause
10:00-10:45 
Dr. Ulrike Ritter: Textuelle und historische Zeitlichkeit in der Nibelungenhandschrift B (St. Gallen) und der Nibelungenhandschrift b (Kodex Hundeshagen)
11:00-12:00 
Exkursion zur römischen Kalkbrennerei bei Iversheim
12:00 
Mittagessen-Buffet
 

Ende der Veranstaltung/Tagung

 

Die angegebenen Zeiten sind variabel.
Änderungen der Termine und Vorträge vorbehalten.



Anmeldung
Ihre Anmeldung zu unserer Tagung erbitten wir bis spätestens zum 26. März 2026 an unsere Tagungskoordinatoren Edo Oostebrink, Karl Weinand und Rolf Badenhausen.
Da wir bereits aktuell mit einer gemeldeten zweistelligen Zahl an Teilnehmer*innen rechnen müssen, bitten wir um Beachtung, dass uns die Tagungsstätte ein begrenztes Kontingent an Einzel- und Doppelzimmern zur Verfügung gestellt hat.

Angebote und Preise (nur für angemeldete Teilnehmer*innen)
 
Übernachtungsoptionen
•  Einzelzimmer pro Übernachtung mit Du/WC/W-LAN  46,15 €
•  Doppelzimmer pro Übernachtung mit Du/WC/W-LAN  65,50 €   (32,75 €
pro Person)

Mahlzeiten (Preise nur für Vollpension)
•  Frühstücksbuffet10,00 €
•  Mittagsbuffet 16,50 €
•  Abendbuffet 12,50 €

Die Übernachtungs-, Verpflegungskosten und Kurtaxen (1 € pro Tag / Person) werden dem Verein in Sammelrechnung gestellt. Die Teilnehmer*innen der Tagung rechnen mit dem Verein danach separat ab.


► Hausordnung

► Anfahrt zu unserem Tagungsort
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(Google verwendet u.a. Ihre IP-Netzadresse als „Mein Standort“)



„Zur Dialektik: Neffelgau

Die ca. 10 km westlich von Burg Virnich (vgl. „Vernica“ in der Sage) entspringende Neffel haben der Historiker Franz Joseph Mone und nach ihm Heinz Ritter-Schaumburg mit der Herkunft und Region der „Nefflungen“ als die altnordisch bezeichneten „Niflungen“ in Verbindung gebracht. Auf der Tranchot-Müffling-Karte (1803–1820) findet sich die Neffel als flumen (= Fluss oder „Strom“) vermerkt.

Für die Kernregion des von Ritter-Schaumburg formulierten „Neffelgaus“ spricht somit der pagus Tulpiacensis, der mittelalterliche Zülpichgau.

Mone schreibt:

„Aus der Wortbedeutung erklärt sich leicht, warum der Name auch für Flüße gebraucht wurde. Der Neffelbach entspringt bei Glein (Mone meint wahrscheinlich den damaligen Gutshofnamen gelegen „In der Ba[a]de Nr. 1“), geht an Zülpich und Guntersdorf (jetzt Junkersdorf) vorbei und fällt bei Kersten in die Erft und mit dieser bei Neuss in den Rhein. Der Zusammenhang mit der Sage läßt sich hier schwerlich ableugnen. In die Erft geht auch die Gile, der Gilbach, die bei dem Dorfe Gil entspringt. Sie heißt alt Gilibech und darnach der Gau Giliovi pagus. (Untersuchungen zur Geschichte der deutschen Heldensage, 1836, S. 30)

Man vergleiche dazu aber auch den Namen des mhd. überlieferten Nibelungenvaters Gibich (vgl. lat. Gibica) mit dem aus den Heldenliedern der nordischen  EDDA  gleichgesetzten Gjúki, der dem Gifica des in Altenglisch verfassten Heldengedichts Widsith entsprechen soll. Nur wenig vor der Entstehungszeit der Waltharius-Dichtung findet sich ihr fränkischer Gibicho in die früheste verfügbare Abschrift (9. Jahrhundert) der Lex Burgundionum hineingeschrieben, eine bis ins 5. Jahrhundert zurückreichende Gesetzessammlung mit Ergänzungen (Liber Constitutionum).

Heinz Ritter-Schaumburg, der in seinen Veröffentlichungen an keiner Stelle auf Mone hinweist, schreibt zur Herkunft und Namengebung der Niflungendynastie:

„Es läßt sich annehmen, daß die Niflungen, die in der altschwedischen Handschrift »Nifflunge, Nyfflunge, Nyfflinge, Nöfflinge, Nafflinge« heißen, von dieser NEFFEL ihren Namen erhalten haben, so wie bei Tacitus die Ampsivarier von der Ems, die Huntuarier von der Hunte ihren Namen hatten. »Nifflungaland = Nifflun-ga-land = NEFFEL-GAU-LAND«“. (Die Nibelungen zogen nordwärts, S. 98)

Weitere Informationen über „Neffel und Niflungen“ in einer Zusammenfassung von Heinz Bücker unter https://www.facebook.com/groups/euregio.aachen/posts/23929908859985356/
rb)


Der neue BERNER Heft 105 – DER BERNER digital
von Karl Weinand und Rolf Badenhausen (Co-Redakteur)
ist am 15.02.2026 erschienen.
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